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Religionspädagogik im Evangelischen Kindergarten Reiterweg

So gelingt Versöhnung

21.10.2020, 14:31 Uhr

In den sieben Wochen vor den Sommerferien lernten unsere Senioren und die Kinder des Kindergartens die spannende Josefsgeschichte aus der Bibel in unseren gemeinsamen Openair Gottesdiensten kennen. Während Herr Pfarrer Thilo Müller die Geschichte wie einen Fortsetzungsroman erzählte, sangen wir Mitmachlieder und die Kinder dokumentierten nach jedem Gottesdienst das Gehörte mit einem großen Bild auf Leinwand. Doch worum ging es eigentlich in dieser faszinierenden Erzählung des 1.Mose, 37-49?? Was konnte Kinder und Erwachsene gleichermaßen so fesseln? Um erzählt zu werden, muss ein Ereignis nicht nur wunderbar, sondern eindringlich und bemerkenswert sein.
In erster Linie ging es darum, dass die Brüder Josefs ihn aus Eifersucht loswerden wollten, in dem sie ihn in einen Brunnen warfen.

Die glückliche Rettung von durchreisenden Händlern, die ihn herauszogen und als Sklave nach Ägypten verkauften, brachten ihn über Umwege sogar in den Palast des Pharaos, um ihm einen mysteriösen Traum zu deuten.

Ganz Ägypten wird durch Josefs Hilfe vor einer großen Hungersnot bewahrt. Sogar seine Brüder zogen nach Ägypten, um nicht zu verhungern, wo Josef sie mit offenen Armen empfing, ihnen zu essen gab und ihnen ihre abscheuliche Tat verzieh.

Die Josefsgeschichte besteht aus einer Kette von Szenen, die nur gemeinsam den notwendigen Handlungsbogen ergeben. Sie zeigt, dass Josef von den Ismaeliten verschleppt, auch in der Fremde nicht von Gott verlassen ist. Deshalb ist gerade diese Geschichte für unseren Glauben ein Ereignis von eindringlicher Bedeutung. Das Augenmerk vom Schicksal der Hauptpersonen lässt sich auch auf Familienbeziehungen verlagern, die Kinder, Senioren und auch wir schon kennen: Eifersucht, Hass, Not, Einsamkeit und Verzweiflung.
Wir alle konnten dadurch beispielhaft erfahren, dass Gott mitgeht, ganz gleich wohin wir gehen, was auch immer uns widerfährt. Die befreiende Lösung der Probleme besteht letztlich für alle Zuhörer darin, dass Gott die böse Absicht der Brüder zum Guten hinausführt. Der schweigende Hass, der schwelende Ärger weicht dem brüderlichen Gespräch. Wir spüren: durch Mut sich seinen Problemen zu stellen, durch Verzeihen und Gottes Zutun gelingt Versöhnung.
Wir freuen uns schon voller Spannung auf neue Geschichten aus der Bibel und weitere gemeinsame Gottesdienste.

(Sigrid Mohr-Messarosch und Team)

 

  

 

 

 

 

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