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Bundesministerin Christine Lambrecht besuchte Eltern-Kind-Zentrum

Familienministerin wirbt für „Aufholen nach Corona“ und für das Bundesprogramm Sprach-Kitas

21.07.2021, 12:35 Uhr

(5.07.2021, Mannheim) „Sie machen das super hier. Ich bin sehr beeindruckt“, sagte Familienministerin Christine Lambrecht bei ihrem Besuch in dem evangelischen Eltern-Kind-Zentrum Kieselgrund im Stadtteil Hochstätt. Die Ministerin warb für das bundesweite Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“ und das Bundesprogramm Sprach-Kitas.

Bei ihrem Aufenthalt am 2. Juli in Mannheim war das evangelische Eltern-Kind-Zentrum Kieselgrund im Stadtteil Hochstätt eine Station von Bundesministerin Christine Lambrecht, die zusätzlich zum Justizministerium auch für das Familienministerium zuständig ist. Lambrecht besuchte die Einrichtung, die einen Schwerpunkt als Sprach-Kita hat, im Rahmen des bundesweiten Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona“. Sie wurde begleitet von Isabel Catemadori, Mannheimer SDP-Kandidatin für die Bundestagwahl 2021.

Nach dem Rundgang zeigte sich die Ministerin bei einem Gespräch mit Fachkräften und Kindern beeindruckt vom dortigen Alltag, der stark von Partizipation geprägt ist. So lernen die Kinder konkret, dass es Kinderrechte gibt. Ein Mal pro Woche beispielsweise ist Kindersprechstunde bei der Leiterin Claudia Hauschild, bei der die Kinder erleben, dass ihnen zugehört, auf ihre Bedürfnisse eingegangen, mit ihnen geklärt werde, was sich realisieren lasse und erklärt wird, warum etwas nicht möglich sei. „Ein genialer und einfacher Ansatz“, sagt Ministerin Lambrecht, mit dem die Kinder lernen, Wünsche zu artikulieren und Entscheidungen nachzuvollziehen. Ein wichtiger Schritt für Kinder in einem Stadtteil, der nicht zu den bevorzugtesten Mannheims zählt.

Zunehmend spielt auch die Digitalisierung eine wichtige Rolle. Vor allem in der Gruppe der Vorschulkinder werde die sprachliche Bildung um den Einsatz digitaler Mittel ergänzt, wie Meike Rokitta schilderte, Fachreferentin und zusätzliche Fachkraft für sprachliche Bildung im Rahmen des Bundesprogramms „Sprach-Kitas – weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“. An Laptops könnten die Kinder sich mit diesem Medium vertraut machen. „Vor den Bildschirmen, beim Ausprobieren, sprechen die Kinder viel miteinander, sie zeigen sich gegenseitig etwas und lernen voneinander“, berichtet Tatjana Pfütze, die die Vorschulgruppe als Sprachexpertin im Bereich der Sprachförderung betreut. „Doch wenn die Kinder entscheiden können, ob sie vor dem Rechner sitzen oder draußen spielen, hat immer das Draußenspielen Vorrang für sie“ so Pfütze.

In Stadtteil Hochstätt, in dem rund 3.200 Menschen leben, betreuen rund 20 Mitarbeitende 80 Kinder im Eltern-Kind-Zentrum Kieselgrund, das 2019 mit dem „Deutschen Kita-Preis“ ausgezeichnet wurde. “Sie machen das super hier, ich bin beeindruckt. Machen Sie genau so weiter“, brachte Ministerin Christine Lambrecht ihre Wertschätzung zum Ausdruck. Zugleich warb sie dafür, die vom Bund zur Verfügung gestellten Zuschüsse für das Aufholen nach Corona und die Digitalisierung in den Kitas zu nutzen. Finanzielle Unterstützung sei vorhanden, die Gelder könnten abgerufen werden. . (dv)

 

Familienministerin Christine Lambrecht (2.v.r.) war beeindruckt von der Arbeit im evangelischen Eltern-Kind-Zentrum Kieselgrund. (v.l.n.r.) Dr. Melanie Bredereck, Tatjana Pfütze, Meike Rokitta (Evangelische Kirche Mannheim), Ministerin Lambrecht und SPD-Bundestagskandidatin Isabel Catemadori mit Vorschulkindern. Foto: de Vos

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